Fallbeispiel:

> Brigitte K., 43 Jahre alt, ist von Beruf Reiseverkehrskauffrau, seit einigen Jahren im Außendienst tätig und vermarktet Produkte aus dem kosmetischen Bereich.

Die Tätigkeit empfindet sie als unbefriedigend, langweilig und zeitaufwendig. Immer häufiger hatte sie das Gefühl, dass ihre Begabungen nicht mit ihren täglichen Aufgaben harmonieren. Sie wollte etwas anderes tun, hatte aber keine konkrete Vorstellung, was ihr besser liegen würde.

Brigitte K. zeigte in den Ergebnissen der Testuntersuchung eine weit überdurchschnittliche Grundintelligenz. Im Begabungsbereich erzielte sie ihre höchsten Werte im theoretisch-rechnerischen sowie im abstrakt-logischen Denken und in der Beobachtungsfähigkeit. Hier erreichte sie Prozentrangplätze von 98, das heißt nur 2 von 100 getesteten Personen ihres Alters wären hier noch besser gewesen.

Im Vergleich zu den Altersgenossen waren auch ihre Fähigkeiten im sprachlich-schlussfolgernden Denken überdurchschnittlich, gleiches gilt für die Wortgewandtheit und das mittelfristige Gedächtnis.

Die übrigen Fähigkeiten blieben im Ergebnis leicht überdurchschnittlich bzw. durchschnittlich und sollen somit für die zu planende berufliche Umorientierung nicht ausschlaggebend sein.

Die Wortgewandtheit und das gute sprachlich-schlussfolgernde Denken waren sicherlich die Basis für den beruflichen Erfolg im Verkaufsaußendienst. Zu kurz gekommen sind aber die Begabungen im theoretisch-rechnerischen und im abstrakt-logischen Denken wie auch die Beobachtungsfähigkeit.

Hier galt es eine berufliche Richtung zu finden, bei der diese Begabungen mit den bislang erworbenen Fähigkeiten und Kenntnissen in eine bessere Übereinstimmung gebracht werden können.

Aufgrund guter Kontakte zur Branche hat sich Brigitte K. für ein virtuelles Studium im Eventmanagement entschieden. Die Abschlussprüfung ist nach vier Semestern möglich.


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