Begabung – Bildung – Intelligenz

Drei schwierige Begriffe, mit denen wir in der Berufsberatung operieren. Bildung ist vielleicht noch der einfachste.

Darunter versteht man all das, was wir im Verlauf unseres Lebens im Elternhaus, in der Schule, in der Ausbildung und im Beruf an Wissen erwerben und anwenden. Die Höhe dieses in verschiedenen Denkbereichen erworbenen Wissens nennt man „Bildungsintelligenz“.

Bei der Frage, was Begabung ist, wird es schon komplizierter - denn Intelligenz und Begabung können je nach theoretischer Auffassung synonym verwendet werden. Dann bezeichnet Begabung die individuelle Problemlösefähigkeit in den verschiedenen intellektuellen Bereichen:

+ sprachliche Intelligenz

+ logisch-mathematische Intelligenz

+ räumliche Intelligenz

+ körperlich-kinästhetische Intelligenz

+ musikalische Intelligenz

+ intrapersonale Intelligenz – auf die eigene Person bezogen

+ interpersonale Intelligenz – soziale Intelligenz

Diese individuelle Problemlösefähigkeit kann man durch psychologische Testverfahren erkennen. Mit Hilfe der Tests lässt sich prüfen, wie hoch die Ausprägung einer dieser Fähigkeiten im Vergleich zum Durchschnitt der Altersgruppe, der Abiturienten etc. ist. Damit erfahre ich, ob ich in einem dieser Bereiche eine besondere Begabung besitze, die ich beruflich einsetzen kann, um erfolgreich und zufrieden zu sein. Ich erfahre ganz nebenbei auch, in welchen Denkbereichen ich - im Vergleich zum Durchschnitt der anderen - Schwächen besitze, die ich tunlichst nicht zum zentralen Aufgabenbereich meines künftigen beruflichen Lebens machen sollte oder die mir im Studium oder im Beruf hinderlich sein werden.

Testen erleichtert also die Entscheidungsfindung für Ausbildung und Beruf, weil die Einschätzung von mir selbst und durch andere bezüglich meiner Fähigkeiten einen fassbaren Vergleichswert bekommen.

Zurück zur Übersicht